128. Die ignorierten Deutschen nach dem Krieg

Author: Elizabeth Faris, Senior

Die Situation in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht schwarz und weiß.  Die Städte waren zerstört und viele Leute konnten kaum überleben, jedoch viele dieser Leute waren für den Holocaust und den Krieg schuldig.  Die Leiter des NS-Regimes hatten die Schuld für den Zweiten Weltkrieg, aber viele Menschen in Deutschland und im Ausland, denken, dass alle Deutschen nach dem Krieg schuldig waren und dass sie dieses Trümmerleben verdient hatten – ein Leben, in dem bis zu 90 Prozent der Infrastruktur zerstört und Städten waren unerkennbar.  Es gab ein Mangel an Essen und Wasser und viele Menschen sind an Hunger und Kälte gestorben.  Viele von diesen Leuten hatten keine Schuld für den Krieg aber haben das Trümmerleben genau wie die Hauptkriegsverbrecher erlebt.  Deshalb ist es eine unverantwortliche Verallgemeinerung zu behaupten, dass alle Deutschen nach dem Krieg die Schuld trugen.  Die Leute, die über die Massenmord gewusst haben und nichts dagegen getan haben, tragen die Verantwortung.  Die Situation des Deutschen Volkes war nach dem Krieg ignoriert weil der Holocaust so entsetzlich war.  Die ignorierten Deutschen die unschuldig war haben ein sozial Ungerechtigkeit erlebt weil sie kaum überleben konnten und haben fast kein Hilfe von anderen Ländern nach dem Krieg bekommen.

Meiner Meinung nach ist, Tatenlosigkeit nicht das gleiche wie Aktion.  Beide können schädlich sein, aber in diesem Fall war die Tatenlosigkeit der Bürger nicht so schädlich wie die Taten der Nazi-Regierung.  Die Mächtigen und Führenden in dem Zweiten Weltkrieg haben die „Endlösung der Judenfrage“ aktiv geplant und durchgeführt.  Andere Deutsche haben die Misshandlung der Juden gesehen und haben nichts dagegen gesagt oder getan.  Für diese Tatenlosigkeit haben viele Deutsche eine Verantwortung, aber sie haben nicht so viel Schuld wie die Führenden.

In Peter Weiss’ Kurzgeschichte Die Besiegten aus dem Jahr 1947, sehen wir, dass viele Deutsche nicht nur Zeugen des Holocaust sondern auch Opfer des Zweiten Weltkrieges waren.  Dies bedeutet nicht, dass sie auch nicht schuldig waren.  In dieser Geschichte kommt der Erzähler nach Hause nach dem Krieg und sieht, dass seine Stadt total zerstört ist.  Die Stadt wird als tot beschreiben wie die Hoffnung der Erzähler.  Sogar die Kirche, ein Ort von Frieden, ist „aufgeschlitzt wie Fleisch und Muskelgewebe bei einem Obduzierten.“  Dieses Zitat bedeutet, dass alles zerstört war; auch die Kirche, ein heiliger Ort.  Die Erzählung ist hoffnungslos und der Erzähler findet nie sein Heim wie viele andere Bürger.  Die Deutschen sind beeinträchtigt von dem Krieg weil die Städte total zerstört waren, viele Menschen – besonders Soldaten – tot waren, und man alles wiederaufbauen musste.  In diesem Fall sind die Deutschen doch Opfer, auch wenn nicht im gleichen Maße wie die Juden, die verfolgt und vernichtet wurden.

Viele Deutschen im Nachkriegsdeutschland waren überhaupt nicht für den Krieg und Holocaust schuldig, zum Beispiel die Kinder, aber sie mussten sowieso im Trümmer nach dem Krieg auch leben.  Wolfgang Borchert schreibt über diese Situation in seiner Kurzgeschichte Nachts Schlafen die Ratten Doch.  Ein Junge namens Jürgen bleibt nachts wach um seinen gestorbenen Bruder in seinem zerstörten Haus zu schützen.  Ein alter Mann kommt und spricht mit Jürgen über seine Situation, wobei Jürgen sagt, dass er seinen Bruder von den Ratten schützen muss.  Der Mann erklärt, dass die Ratten nachts schlafen, also kann Jürgen auch schlafen und nach Hause gehen.  Diese Geschichte repräsentieren unschuldige Kinder nach dem Krieg und der alte Mann repräsentiert Menschlichkeit und Hoffnung.  In diesem Fall, ist Jürgen nur ein Kind, doch er muss wie ein Mann arbeiten obwohl er ganz unschuldig im Krieg war.  Diese Situation war nicht ungewöhnlich für die Deutschen direkt nach dem Krieg.

Die Schuldfrage war ein großes Thema im Nachkriegsdeutschland.   Die Alliierten und Amerikaner haben die Schuldfrage in dem Nürnberger Prozessen behandelt.  Der erste Nürnberger Prozess war gegen 24 Hauptkriegsverbrecher, die mächtigen Politiker und Militärs. Die, die „Endlösung der Judenfragen“ geplant haben, und wurde von den Alliierten durchgeführt.  Die zwölf weiteren Prozesse waren gegen andere Kriegsverbrecher wie Juristen, Ärzte, Industrielle, Wehrmacht-Offiziere, und andere Angehörige der Regierung.  Diese Männer wurde von den Amerikanern angeklagt im Entnazifizierung Prozess.  Diese Prozesse zeigen, dass die Alliierten und Amerikaner geglaubt haben, dass die Führenden die Schuld nach dem Krieg hatten.  Sie haben alle Deutschen durch Fragebögen über ihre Beteiligung an dem Krieg und dem Holocaust gefragt, aber nicht alle Deutschen waren auf dem Prüfstand.

Viele in Deutschland waren für den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust schuldig, aber nicht alle hatten die Schuld und manche waren ganz unschuldig.  Die Führenden, die aktiv waren, hatten die Schuld anstatt die mitwissenden Deutschen.  Viele von diese Leute konnten kaum überleben nach dem Krieg, aber ihre Situation war ignoriert aufgrund der Gräueltaten des Holocausts.  Die Unwissenden hatten die Strafen bekommen wie die Verbrecher, und das war eine große soziale Ungerechtigkeit.

English Summary

This essay examines the largely ignored human rights issues facing the Germans after World War II.  Following the war, the German people could hardly survive; an estimated 90% of the infrastructure was destroyed, money was worthless, food and water were scarce, and many died of starvation and hypothermia.  These people were ignored by the rest of the world because they were citizens of the country responsible for the Holocaust; one of the most horrific events in history. 
I argue that the majority of Germans who suffered in this era did not deserve their fate, as they were not those directly responsible for the Final Solution.  Although some of these people were aware of what was taking place during the Holocaust, I argue that knowing about it and doing nothing is not the same as implementing it.  That is not to say that those who are inactive against injustice are at all correct in doing so; however they do not deserve to be punished to the same degree as those who actively participate.  Therefore, the majority of Germans did not deserve the life that they were forced to lead following the war including the human rights issues that were ignored by the world.
In this essay I analyze short stories Die Besiegten by Peter Weiss and Nachts Schlafen die Ratten Doch by Wolfgang Borchert as well as the Nürnberg Trials to describe the situation in Germany following World War II and to examine “die Schuldfrage” – the question of guilt.

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